Der Abstiegsthriller geht weiter

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Bild: pixabay

Möllmann ist weg, Wülfrath sendet ein Lebenszeichen, der FCR ballert sich den Frust von der Seele und Essen-West stürzt den Tabellenführer – gut, dass die Bundesliga derzeit Pause macht, denn die sechste Liga am Niederrhein sorgt aktuell für genug Spannung und Unterhaltung.

Nur sechs Punkte trennen den aktuellen Tabellensiebten VdS Nievenheim vom ersten Abstiegsplatz, den derzeit TuS Essen-West belegt. Mehr als die Hälfte der Liga steckt mitten im Abstiegskampf. Nach dem traditionellen Gründonnerstag-Spieltag rückten die am meisten vom Abstieg gefährdeten Vereine noch näher ans Tabellenmittelfeld heran. Besonders spannend ist die Situation des 25er-Quartetts – angeführt vom FC Remscheid (13.), gefolgt vom Möllmannlosen BW Oberhausen (14.), dem kommenden Gegner SF Niederwenigern (15./Relegation) und TuS Essen-West (16./Abstieg).

Torverhältnis so wichtig wie nie

Die Röntgenstädter profitieren in der aktuellen Lage vom zweitbesten Torverhältnis der unteren Tabellenhälfte – ein Novum, wenn man in die jüngere Vereinsgeschichte schaut. Denn in den vergangenen Spielzeiten glänzten die Blau-Weißen nicht gerade durch ein besondere Tordifferenz. Bitte jetzt nicht falsch verstehen – das aktuelle Torverhältnis ist natürlich „viel“ schlechter als in den vergangenen Spielzeiten, wo der FCR stets im oberen Tabellendrittel zu finden war, allerdings verglichen mit der derzeitigen Situation im Abstiegssumpf der Landesliga ist diese quasi goldwert.

Die Konkurrenz schläft nicht

Zum Saisonende entscheiden natürlich zunächst die Zähler auf dem Konto über den Verbleib in der Sechstklassigkeit. Und wie von der Tarantel gestochen punkten die Kellerkinder der Landesliga seit Jahresbeginn Woche für Woche und fahren immer wieder auch überraschende Erfolge ein. Einen solchen Coup landete am gestrigen Donnerstag TuS Essen-West mit einem 2:1-Erfolg beim ambitionierten Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg. Auch im Niederbergischen wurde am gestrigen Abend über einen nicht erwarteten Sieg viel gejubelt. Die noch im Jahr 2016 sieglosen Wülfrather mit Ex-Remscheider Michael Günther schickten den Blau-Weiß Oberhausen mit einer 5:0-Packung zurück in den „Pott“ und sorgten damit dafür, dass Thorsten Möllmann als Cheftrainer der Liricher vorzeitig seinen Hut nehmen musste.

Für Möllmann wird sich der Vorhang im Finale des Abstiegskampfs in der Landesliga zwar nicht mehr öffnen – für alle anderen gilt aber weiterhin: Fortsetzung folgt…

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