Alles Friede, Freude, Eierkuchen?

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Regenbogen und heile Welt? | Bild: kropekk_pl / pixabay

Nach der jüngsten 1:3-Niederlage bei den Sportfreunden Niederwenigern hat der FC Remscheid einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt erlitten. Nun kommt ausgerechnet ein Gegner ins heimische Röntgen-Stadion, mit dem die Blau-Weißen in der Vergangenheit nicht die allerbesten Erfahrungen gemacht haben – die Zebras aus Ronsdorf.

Das Hinspiel war die erste Partie nach dem Rausschmiss von Ingmar Putz, Sigitas Jakubauskas und Markus Hosnjak. Geschäftsstellenleiter Lothar Steinhauer übernahm mit seinem Sohn die Geschicke der Röntgenstädter, konnten jedoch beide nicht für die gewünschte Wende im Remscheider Spiel sorgen und mussten stattdessen eine verdiente 0:2-Niederlage bei den Rivalen aus dem Wuppertaler Süden hinnehmen. Der Rest ist bekannt – Thorsten Legat übernahm das Ruder der blau-weißen Kogge, allerdings blieb der Kurs des FC Remscheid äußerst unruhig.

Wenige Tage nach der Gründonnerstag-Gala gegen den Rather SV, wo sich der FCR äußerst kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Tor präsentierte, folgte ein ganz schwacher Auftritt bei den Sportfreunden aus Hattingen-Niederwenigern – auch bedingt durch die konditonelle Situation des Teams und fragwürdigen taktischen Entscheidungen kassierte man völlig zurecht eine Niederlage gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten.

Die „Pleite“ als Ausrutscher zu bezeichen ist in der aktuellen Situation aber viel zu einfach. Schon beim Auswärtsauftritt bei TuS Essen-West hat der FC Remscheid keine gute Figur abgegeben. Der Punkt (Hinweis: 2:2-Endstand) war zwar wegen der Moral verdient – allerdings ebenfalls auch für den Gegner aus dem Ruhrgebiet.

„Momentan ist die Fitnesszulassung der Mannschaft bei 70 Prozent“

Das waren die Worte von FCR-Trainer Thorsten Legat bei seiner medienwirksamen Vorstellung bei den Blau-Weißen. Blickt man rückwirkend auf die Partien der zweiten Saisonhälfte fällt auf, dass die Mannschaft diesen „70-Prozentstatus“ nicht verlassen hat. Gleich vier Mal hat die Mannschaft eine Partie aus der Hand gegeben, wo man schon teilweise mit zwei Toren geführt hat. Vor allem in den Schlussphases zeigte sich das Team nicht mehr im all zu frischen Zustand und kassierte hier zahlreiche Gegentore – am vergangenen Montag gleich drei Stück. Und je näher das Saisonende rückt, desto entscheidender werden diese Phasen in den Spielen. Schon am morgigen Sonntag kann die Schlussviertelstunde ein wichtiger Baustein im Kampf um den Klassenerhalt sein.

In der Hoffnung, dass das Trainerteam die Mannschaft konditionell in den kommenden Wochen und vor allem für das Spiel gegen den TSV Ronsdorf wieder auf Vordermann bringt, ist für den FC Remscheid im spannenden Abstiegskampf der Landesliga alles drin – ansonsten wird es noch enger, als es jetzt schon ist.

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