FCR lässt Punkte in Cronenberg

Bild: Pixabay

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Das eine oder andere Online-Medium sprach von einem schwachen Auftritt des FC Remscheid. Dies wohl in der Erwartung eines Fußball-Feuerwerks unserer abstiegsbedrohten Mannschaft im Auswärtsspiel beim Tabellendritten aus der Nachbarstadt. Doch das konnte eigentlich niemand ernsthaft erwarten. Zu weit klaffen in dieser Saison die Leistungen beider Vereine auseinander und zu zahlreich sind derzeit die Ausfälle aufgrund von Verletzungen und anderweitigen Gründen. Wenig überraschend, aber dennoch ärgerlich, verlor der FCR mit 0:1 und bleibt somit in der Abstiegszone.

Unsere Blau-Weißen agierten von Beginn an sehr defensiv, standen tief in der eigenen Spielhälfte und lauerten geduldig auf Konter, was gegen solch einen Gegner keine verkehrte Strategie ist. Bis auf wenige Ausnahmen ließ der FCR hinten nichts zu. Allerdings gelang nach vorne auch nichts – es fehlte einfach die Durchschlagskraft.
Wenn, dann ging etwas über Standards oder über die linke Angriffsseite, auf der Patrick Posavec für Schwung sorgte, jedoch viel zu selten angespielt wurde.

Landesliga: Cronenberger SC – FC Remscheid 1:0 (0:0)

Nach dem Seitenwechsel kamen die Röntgenstädter gut aus der Kabine und hatten gleich zwei Großchancen. Zunächst senkte sich ein Lupfer von Tuna Kayabasi anstatt ins Tor knapp auf das Tornetz, dann verpasste der gerade eingewechselte Umut Altmis eine flache Hereingabe von Burhan Akgül nur um Haaresbreite.

Unter den Remscheider Fans machte sich Zuversicht breit, doch die wurde ziemlich schnell wieder gedämpft. Der ehemalige FCR-Akteur Lee David Korkmaz erzielte nämlich nach rund einer gespielten Stunde den Führungstreffer für die Gastgeber. Vorausgegangen war ein kollektiver Abwehrfehler unserer Mannschaft: Man war zu weit weg von den Gegenspielern und ließ dem Cronenberger Angriff somit genug Platz, sich durch den Strafraum zu kombinieren und zum 1:0 aus Wuppertaler Sicht abzuschließen. Ärgerlich, da der Treffer genau in die Drangphase der Blau-Weißen fiel.

Auch wenn unsere Spieler alles versuchten dagegenzuhalten, spielte Cronenberg in der Folge den Vorsprung souverän nach Hause. Das letzte Aufbäumen unserer Mannschaft in den letzten circa fünf Minuten, war leider auch zu wenig um noch einen Punkt mitzunehmen und so blieb es beim knappen Rückstand.

Von der Nervosität aus dem Ronsdorf-Spiel war an diesem Tag nichts zu spüren. Die Mannschaft hat einmal mehr Willen und Einsatz gezeigt. Allerdings muss man festhalten, dass im Moment die Leistungsgrenze erreicht scheint. Was bleibt ist die Hoffnung, dass die Rückkehr von Heiko Emde und Paul Fudala, die in dieser Woche wieder dabei sein sollen, für mehr Entlastung der einzelnen Spieler sorgt und dass der Ferhal Ülkers Muskelfaserriss ihn wirklich nur zwei Wochen außer Gefecht setzt.

Viel Zeit zur Aufarbeitung und Regeneration bleibt der Legat-Elf nicht. Am Mittwochabend geht es um 19.30 Uhr zum punktgleichen Tabellennachbarn VfL Benrath. Im Abstiegskampf ist jeder Sieg wichtig, aber gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt zählt ein Dreier fast doppelt.

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