Am Abgrund?

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Bild: OpenClipartVectors (Pixabay) / FCR-Freaks

Manchmal ist es gar nicht so leicht die eigene Situation in Worte zu fassen. Passend, dass Walt Disney immer so schöne Filme auf die Leinwand bringt, die vor Emotionalität, Dramatik und Humor nur so strotzen: „Mufasa. Mufasa, die Herde. Sie ist in Panik. In der Schlucht. Simba ist dort unten!“.

Dieser Satz aus Disney’s König der Löwen leitet das traurige Ende von Simbas Vater Mufasa ein, der nach der missglückten Rettung seines Sohnes in den Abgrund stürzt und stirbt. Glücklicherweise handelt es sich ja hier nur um eine Zeichentrickfigur, kaum vorstellbar, wenn dies in Wirklichkeit passieren würde. Damit die Humor-Komponente in diesem Artikel nicht zu kurz kommt, ersetzen wir einfach mal die Worte „Mufasa“ durch „Legat“, „Herde“ durch „Fans“ und „Simba“ durch „FC Remscheid“. Ein paar Anpassungen bei den Artikeln und der Verbkonjugation, sowie eine kleine Sinnumstellung ändern den Text in: „Legat. Legat, die Fans. Sie sind in Panik. In der Schlucht. Der FC Remscheid ist dort unten!“.

Die Schlucht der Landesliga. Steil geht es an den Hängen bergab. Umso schmerzhafter wird der Aufprall auf dem Grund sein. Vielleicht wird es dem FC Remscheid sogar wie Mufasa ergehen und der Verein wird sterben. Alles nur Schwarzmalerei? Hm, vielleicht. Aber wer garantiert denn, dass der FCR im Falle eines Absturzes wieder auf die Beine kommt? Noch sitzen die Remscheider an der Felsenklippe und werfen lediglich den Blick in die Tiefe – nicht jedoch sich selbst. Das war in den vergangenen Wochen und Monaten nicht immer der Fall. Schon mehrfach geriet die Legat-Elf am Rand des Abhangs heftig ins Wanken und hielt sich nur noch mit beiden Händen am Felsvorsprung fest. Ein Fallschirm oder ein Sprungtuch, die den Sturz mildern oder abfedern? – Fehlanzeige!

Fünf Mal darf sich der FC Remscheid noch auf den gefährlichen Drahtseilakt wagen. Fünf Mal stellt sich die Frage, ob das Seil hält und die Balance gehalten wird. Vielleicht wird am Ende ja auch noch alles gut – entgegen der Disney-Handlung rettet sich Mufasa und wirft stattdessen den bösen Onkel Scar in die Schlucht. Oder kommt es zum Worst-Case – dem Sturz, dem Fall, dem Ende? Wenn ja, sollte sich der FCR dringend an seinen Namensvetter-Verein, dem FSC Remscheid wenden. So ein Fallschirm könnte in dieser Situation dringend vonnöten sein.

Fakt ist, dass der Sturz, wie die Rettung des FC Remscheid ein realistisches Szenario sind. Ein Fall in die Bezirksliga wäre sehr schmerzhaft, aber nicht das Ende. Es wird nur der Untergang sein, wenn man sich nicht vorbereitet hat. Es gibt immer irgendwo ein kleines Flugzeug, welches den Verein wieder in die Höhe transportieren kann. Doch ohne Plan geht das nicht.

Der Verein sollte daher dringend anfangen zweigleisig zu planen – nicht nur im Hintergrund, sondern auch in der Öffentlichkeit. Das schuldet der FCR nicht nur seinen Fans, sondern auch seinen Sponsoren, Spielern und Mitarbeitern. Wir drücken dem Verein natürlich alle die Daumen, dass der Klassenerhalt gepackt wird – doch was passiert, wenn der Abstieg eintritt? Dann wäre es schön, wenn es den FCR auch weiterhin geben wird, mit einer schlagkräftigen Elf, die um den Wiederaufstieg in die Landesliga mitkämpfen kann.


Dieser Artikel stellt lediglich die Meinung des Autors dar und muss nicht mit der Meinung anderer FCR-Freaks-Redakteuren übereinstimmen.

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