Notelf hält lange mit!

FC Mönchengladbach – FC Remscheid  4:1 (1:1)

Mit einer klaren Niederlage musste der FC Remscheid aus Mönchengladbach zurück kehren. Wieder stimmte der Einsatz, wieder stimmte der Siegeswille. Doch leider reicht die Qualität des derzeit extrem ersatzgeschwächten Teams von Trainer Zdenko Kosanovic nicht aus, um bei einem mittelmäßig bis schwachen Landesligisten etwas Zählbares mitzunehmen. Zu allem Unglück wurde die Verletztenliste am gestrigen Sonntag sogar noch länger.

Mit Mike Seute und Emre Akgün aus der zweiten Mannschaft in der Startaufstellung und Co-Trainer Markus Hosnjak als Einwechselspieler auf dem Spielberichtsbogen begann der FCR die Partie. Früh kam allerdings der erste Rückschlag: Nach einem Standard stimmte die Zuordnung in der FCR-Verteidigung nicht und so landete der Ball im Remscheider Tornetz.

Unsere Blau-Weißen steckten jedoch nicht auf und auch wenn zunächst nicht viel gelang, schaffte die Mannschaft den Ausgleich. Emre Akgün zog einfach mal ab und der Ball landete maßgenau und unhaltbar für den Mönchengladbacher Keeper im Tor. Mit einem 1:1-Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel waren zunächst beide Mannschaft ebenbürtig und der FCR hatte die große Chance, in Führung zu gehen, allerdings wurde die Überzahlsituation nach einem Konter leichtfertig vergeben.

Zu allem Überfluss übersah der ansonsten kleinlich, aber ausgewogen pfeifende Schiedsrichter ein klares Foulspiel an einem Remscheider im Strafraum. Stattdessen gab er wenige Minuten später einen äußerst fragwürdigen Handelfmeter auf der Gegenseite, der die erneute Mönchengladbacher Führung bedeutete.

Adis Babic war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz: Er musste humpelnd das Spielfeld verlassen und wurde durch Makiyama Keita ersetzt. Mit Babic verließ der in der jetzigen Situation vielleicht wichtigste Remscheider Spieler das Feld. Ohne den Abwehrchef der Röntgenstädter wurde es hinten noch mehrmals brenzlig: Glück sowie die eine oder andere Glanztat von Nico Tauschel sorgten dafür, dass der FCR in der Schlussphase nur noch zwei Gegentore kassierte, so seltsam das auch klingt.

Somit stand der FCR erneut mit leeren Händen da und trotzdem hatte man als Zuschauer wieder das Gefühl, dass man niemandem so richtig einen Vorwurf machen kann: Weder Trainer Kosanovic, der die Spieler aufbot, die ihm zur Verfügung standen (und das sind derzeit nicht viele) noch dem Rumpfaufgebot, das im Rahmen seiner Möglichkeiten wieder einmal alles versucht hatte, was leider für die Landesliga nicht genug ist.

Es bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten nicht in Panik verfallen, denn noch gibt es keinen Grund dazu. Die Rotsperren laufen ab und die Verletzten werden auch zurückkehren. Bis dahin müssen diejenigen, die einsatzfähig sind, die Kohlen aus dem Feuer holen und aus der momentanen Underdog-Position heraus Kraft schöpfen. „Jetzt erst recht!“ muss die Devise lauten.

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